Gebackene Kartoffel-Büffelmozarella-Pralinen mit verschiedenen Tomaten

Lange ist es her, seit meinem letztem Post. Man hat es vielleicht schon geahnt, die Pausen zwischen den Postings wurden immer länger, ich bin sehr schwer krank. Dies schon seit sehr vielen Jahren aber letztes Jahr lag ich fast das komplette Jahr im Krankenhaus und habe auf eine Herztransplantation gewartet. Ich schreibe das hier, um vielleicht auch ein bisschen zum nachdenken anzuregen. Es hat nichts mit kochen zu tun, ist mir aber sehr wichtig.  Ich war auf der Hochdringlichkeitsliste. In der Wartezeit versagten mir zudem die Nieren und ich bin seitdem auch noch dialysepflichtig.

Wenn man auf der Hochdringlichkeitsliste steht, darf man die Klinik bzw. die Station nicht verlassen. Die Monitore an denen man 24 Std. hängt sind mit W-Lan ausgestattet, die Reichweite reicht nur auf dem Stationsgang.  Es ist schlimmer als Gefängnis.  Die durchschnittliche Wartezeit auf der Hochdringlichkeitsliste ist im Moment ca. 10-12 Monate. Auch mal länger. Im Vergleich hierzu, in Spanien mit der Widerspruchslösung, warten die Menschen auf der Hochdringlichkeitsliste 14 Tage. Hier habe ich auch Menschen die Wartezeit nicht überleben sehen.

Mir ist was wirklich seltenes passiert. Meine Werte hatten sich minimal gebessert. Die Werte für die Hochdringlichkeitsliste werden genau von Eurotransplant vorgegeben. Somit bin ich von der Hochdringlichkeitsliste auf die normale Liste gerutscht und wurde entlassen. Die Werte werden jetzt regelmäßig überprüft. Leider wird auf der normalen Liste (bei Herz) so gut wie niemand mehr transplantiert, da es zu wenig Organe gibt.

Jetzt gehe ich 3 x die Woche zur Dialyse kann nicht weiter als 100 m laufen dann habe ich Luftnot. An der Dialyse muss man auf sehr viele Sachen bei der Ernährung achten. Im Moment fällt mir das alles noch etwas schwer, da ich ja auch so gerne esse bzw. wieder Appetit habe.

Inzwischen sind wir umgezogen. Jetzt habe ich meine richtig große Traumküche und mir fällt es oft sehr schwer vor allem mal was Aufwändigeres zu kochen.

Da ich mit der neuen Datenschutzverordnung noch nicht ganz durchblicke, sind sicherheitshalber die Kommentare und die Links zu den Sozialen Netzwerken erst mal weggefallen.

Ich hoffe, ich hab Euch nicht damit genervt, aber es lag mir auf dem Herzen  🙂

Jetzt aber zum Essen. Letztens habe ich mit meinem Mann ein wirklich leckeres Essen zubereitet. Nicht für Dialysepatienten geeignet, aber man muss auch mal sündigen.

Für die Kartoffel-Pralinen:

  • 600 g mehlige Kartoffeln
  • 50 g Parmesan
  • 2 Eigelb
  • 150 g Semola
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat
  • 12 kleine Büffel-Mozarella-Kugeln
  • 12 Basilikumblätter
  • Pflanzenöl zum frittieren
  • Mehl zum bearbeiten

Vorbereitung:

Kartoffeln schälen, Basilikum waschen

Zubereitung:

Kartoffeln bei 200 Grad Celsius Ober- Unterhitze im Backofen 1 Stunde garen. Öfters mal wenden. Die Kartoffeln bekommen leicht braune Stellen, dass macht es extra lecker.  Kartoffeln noch heiß durch die Presse drücken. Ich habe sie einfach im Thermomix zerkleinert. Parmesan, Eigelb, Semola und Gewürze zugeben und zu einem Teig verarbeiten (Kartoffeln brauchen viel Salz).

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Kartoffelteig zu einer Rolle formen und 12 Stücke abschneiden. Jeweils 1 Mozzarellakugel und ein Basilikumblatt mit dem Kartoffelteig umhüllen.

Die Kugeln im heißen Pflanzenfett ausbacken.

Für den Tomatensalat:

  • 300 g verschiedene kleine Tomaten (am besten bunt)
  • Meersalz
  • Pfeffer
  • 50 ml Weißweinessig
  • Saft von 1 Zitrone
  • 1 EL Dijonsenf
  • 100 ml Wasser
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker
  • 100 ml Olivenöl
  • 50 ml Basilikumöl
  • Basilikum zum dekorieren

Vorbereitung:

Tomaten waschen, Zitrone auspressen, Basilikum waschen

Zubereitung:

Tomaten wenn möglich filetieren und klein schneiden.  Aus Weißweinessig, Zitronensaft, Dijonsenf, Wasser, Salz, Pfeffer, Zucker, Olivenöl ein Dressing herstellen. Die Tomaten darin marinieren. Mit Basilikumöl, Salz und Pfeffer würzen und mit Basilikumblättern dekorieren.

Fazit: Dieses Essen musste auf jeden Fall geteilt werden.